Additive Fertigung: Herstellung durch Hinzufügen von Material
Additive Fertigung ist der Fachbegriff für 3D-Druck. Das Teil entsteht, indem nach einem 3D-Modell Material schichtweise hinzugefügt statt aus einem Block abgetragen wird.
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Inhalt
Was additiv bedeutet
Das Wort additiv kommt von hinzufügen. Klassisches Zerspanen ist das Gegenteil: Aus einem Block wird abgetragen, bis das Teil übrig bleibt, deshalb heißt es subtraktiv. Beim Gießen und Spritzgießen wird das Material in eine Form gefüllt. Die additive Fertigung kommt dagegen mit einem digitalen Modell und einer Maschine aus. Zur additiven Fertigung zählen mehrere Verfahren, einen Überblick gibt auch der Wikipedia-Artikel zu 3D-Druckern. Im Alltag verwendet man den Begriff 3D-Druck.
Die wichtigsten Technologien
- Kunststoff extrudieren (FDM): Eine Düse legt geschmolzenes Filament ab. Am weitesten verbreitet und am günstigsten.
- Harz aushärten (SLA, DLP, MSLA): Licht härtet flüssiges Harz.
- Pulver sintern (SLS, MJF): Laser oder Wärme verbinden Kunststoffpulver.
- Jetting (PolyJet, Binder Jetting): Düsen tragen Material oder Binder auf.
- Metalldruck (SLM, DMLS): Ein Laser schmilzt Metallpulver.
Wann sie sich lohnt
Additive Fertigung lohnt sich bei Einzelstücken und Kleinserien, bei komplexen Formen, die sich sonst nur schwer herstellen lassen, und dort, wo Sie keine Form bezahlen wollen. Bei großen Serien gleicher Teile rechnet sich eher das Spritzgießen. Geeignet ist sie auch für Prototypen und Ersatzteile.
Wir fertigen additiv im FDM-Verfahren aus PLA und PETG. Sie laden das Modell hoch, sehen Stückpreis und Liefertermin, zahlen per Vorabrechnung mit QR-Code, und nach Zahlungseingang beginnen wir mit dem Druck. Stückzahl von 1 bis 5 000, der Mindestbestellwert beträgt 15 € ohne MwSt.
Teile für die additive Fertigung konstruieren
Ein gutes Teil für die additive Fertigung ist nicht zwingend dasselbe, das Sie für die spanende Fertigung konstruieren würden. Innere Hohlräume, Leichtbau und komplexe Formen kosten nichts extra, aber scharfe Überhänge, dünne Wände und große ebene Flächen stellen Anforderungen an Stützen, Ausrichtung und Wandstärke. Deshalb lohnt es sich, das Modell vor der Bestellung zu prüfen und beim FDM kleine Rundungen in die Ecken zu setzen.
Häufige Fragen
Ist additive Fertigung dasselbe wie 3D-Druck?
In der Praxis ja. Additive Fertigung ist der technische Begriff aus den Normen, 3D-Druck der gebräuchliche Ausdruck.
Warum ist additive Fertigung pro Stück teurer als Spritzgießen?
Beim 3D-Druck zahlen Sie keine Form, aber jedes Stück dauert gleich lang. Spritzgießen wird pro Stück erst günstiger, wenn sich die Formkosten auf viele Teile verteilen.
Welche additiven Verfahren bieten Sie an?
Nur FDM aus PLA und PETG. Andere Verfahren können wir nicht für Sie übernehmen, beraten aber, wonach Sie suchen sollten.
Verwandte Begriffe
FDM
FDM ist ein 3D-Druckverfahren, bei dem der Drucker Kunststofffaden schmilzt und ihn über eine Düse Schicht für Schicht aufträgt. Es ist die verbreitetste und günstigste Art des 3D-Drucks.
Rapid Prototyping
Rapid Prototyping ist ein Vorgehen, bei dem aus einem digitalen Entwurf schnell ein physisches Musterteil entsteht. Heute wird dafür meist 3D-Druck eingesetzt.
3D-Drucker
Ein 3D-Drucker ist eine Maschine, die nach einem digitalen Modell ein physisches Teil herstellt, indem sie Material Schicht für Schicht hinzufügt. Am weitesten verbreitet sind Drucker für Kunststoff-Filament (FDM).
Spritzguss vs. 3D-Druck
Spritzguss vs. 3D-Druck vergleicht zwei Wege, Kunststoffteile herzustellen: Geschmolzener Kunststoff wird unter Druck in eine Metallform gespritzt, oder das Teil wird ohne Form Schicht für Schicht aufgebaut. Spritzguss gewinnt bei großen Serien, 3D-Druck bei kleinen.
CNC-Fräsen vs. 3D-Druck
CNC-Fräsen vs. 3D-Druck vergleicht das Abtragen von Material aus einem vollen Block mit dem Fräser und den schichtweisen Aufbau eines Teils. CNC ist genauer und fester, 3D-Druck schafft komplexere Formen und kleinere Serien günstiger.
Kleinserie
Kleinserienfertigung ist die Herstellung einer kleineren Zahl gleicher Stücke, von Dutzenden bis Tausenden. Der 3D-Druck braucht dafür keine Form, er lohnt sich also dort, wo sich Spritzguss nicht rechnen würde.
QuellenQuellen geprüft 01.11.2026, 2
- 3D printing, Wikipedia, geprüft 2026-11-01
- 3D-Druck, Wikipedia, geprüft 2026-11-01
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